Standortentscheidungen für Ostwürttemberg

Unternehmen in Ostwürttemberg halten sich an die Maxime, sich in Zeiten des Wachstums fit für die Zukunft zu machen. Im „Raum für Talente und Patente“ wurde und wird der Investitionsstau der vergangenen Jahre aufgelöst und die Firmen investieren in den Neu- und Ausbau ihrer Fabriken und deren Maschinen und Anlagen sowie in die Qualitätssteigerung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


Pro Ostwürttemberg…

Kentner in Giengen-HerbrechtingenDie Wirtschaft der Region hat bereits ab 2006 gehandelt und zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Die VOITH AG hat mit dem Bau ihres Paper Technology Centers für 35 Millionen Euro in Heidenheim Zeichen gesetzt. Die Edelmann-Gruppe investierte sechs Millionen Euro in ihr neues Verwaltungsgebäude. ProLogis installierte auf 70.000 qm Fläche einen Logistikpark im Industriegebiet Giengen-Herbrechtingen an der A7. Die Spedition Kentner bezog dort eine Logistik-Immobilie mit 40.000 qm und weitere Flächen stehen für Logistiker bereit.

Maschinenfabrik ALFING Kessler in Aalen-WasseralfingenRund um Aalen reihen sich die Gewerbebaustellen wie an einer Perlenschnur auf: Auf dem Gelände der SHW Casting Technologies in Wasseralfingen wurde in Rekordzeit eine neue Gießereianlage aus dem Boden gestampft. Nebenan in Sichtweite hat die Maschinenfabrik ALFING Kessler eine neue Pressenschmiede sowie eine Fertigungshalle für Großkurbelwellen geschaffen: insgesamt eine 100 Millionen Euro-Investition. Im Süden Aalens klotzte die Scholz AG bei der Erschließung des Wöhr-Geländes, Munksjö Paper und die Gesenkschmiede Schneider Aalen konnten dort ihr Logistikzentrum und die Produktionshalle beziehen. Die Scholz AG erweiterte auch am Stammsitz in Essingen. Nicht zu vergessen ist die 20 Millionen Euro-Investition von MAPAL in die neue Produktionshalle und das Logistikzentrum in Aalen. Prozessabläufe wurden hier vor allem optimiert, um am Standort Ostalb wettbewerbsfähig zu bleiben.


Investitionen in allen Bereichen

FEIN in Schwäbisch Gmünd-BargauIn Schwäbisch Gmünd kam und kommt im Zuge der Landesgartenschau 2014 ebenfalls einiges in Gang. Eine andere Initialzündung für eine Neuentwicklung der Stadtlandschaft ist der Bau des Gmünder B 29-Tunnels. Außerdem wurde das Porsche-Zentrum eingeweiht. Und die Weleda AG setzt Investitionen in geplanter Höhe von 50 Millionen Euro um - eine neue Produktionshalle soll in Wetzgau gebaut werden. Im Stadtteil Bargau war der Elektrowerkzeughersteller FEIN am Bauen: Sein 11 Millionen Euro teurer Hauptsitz wurde von Stuttgart auf die Ostalb verlegt. Aber auch das Ellwanger Gewerbegebiet Neunheim boomt, nicht zuletzt wegen seines Anschlusses an die A 7. Beispiele für die Expansion sind u.a. die Firmen Kicherer und Betzold. Letztere errichtete dort ein modernes Hochregallager.

Holzwerke Ladenburger in BopfingenDoch nicht nur in den großen Städten der Region entstanden stattliche Neubauten. Mittelständische Unternehmen wachsen und gedeihen. Exemplarisch sei die Firma BeTec in Adelmannsfelden angeführt.
Die Holzwerke Ladenburger in Bopfingen nahmen 40 Millionen Euro in die Hand, um in Kerkingen das modernste Sägewerk Deutschlands zu bauen. In Herbrechtingen steht ein neues Werk von German Pellets für 8 Millionen Euro und in Rosenberg erweitert JRS Rettenmaier sein Werk fast schon kontinuierlich.


Mit Investitionen durch die Krise

Albert Ziegler in GiengenDie Liste der Gewerbeneubauten und der Entwicklungen im Handwerk in Ostwürttemberg ließe sich weiter fortsetzen und hörte beachtlicherweise auch rund um das Krisenjahr 2009 nicht auf. So eröffnete im März 2010 VOITH Turbo eine neue Getriebefabrik für Schienenfahrzeuge, die 40 Millionen Euro kostete und auf 17.000 qm 230 hochqualifizierte Mitarbeiter beschäftigt. Bereits im November 2008 hatte VOITH für den Konzernbereich Hydro das Forschungszentrum „Brunnenmühle“ zum weltweit leistungsfähigsten Labor für Wasserturbinen-Modellversuche ausgebaut. Auch die SHW Casting Technologies legte nach und erstellte in Königsbronn für 15 Millionen Euro ein neues Know-how-Center zum Bearbeiten von Großgussteilen. Jeweils 8 Millionen Euro investierte Edelmann  in sein neues Service-Center und der Giengener Feuerwehrbauer Albert Ziegler in den Neubau einer Lackiererei.

„Im Quadrat 1“ in Aalen – Carl Zeiss Vision International und cellent AGIm Gmünder Raum bauten für jeweils zwischen zwei und sechs Millionen Euro stellvertretend Ricardo Deutschland in Schechingen eine neue Halle für Motorenprüfstände, der Gasfedernhersteller Bansbach easylift in Lorch eine moderne Produktionshalle und die MHG Fahrzeugtechnik in Böbingen ein Logistikzentrum. Nicht zuletzt wird auch das fem Forschungsinstitut Edelmetalle & Metallchemie für 12 Millionen Euro modernisiert und erweitert. Und auch die Raumschaft Aalen ließ sich trotz „Neubaufeuerwerk“ in den Vorjahren nicht lumpen. Hier investierte SHW Werkzeugmaschinen in Wasseralfingen über 10 Millionen Euro für eine 4.000 qm große Produktionshalle. Und ein weiteres „Millionenprojekt“ ist der Bürokomplex „Im Quadrat 1“ („Im Quadrat 2“ ist bereits in Planung…) der Carl Zeiss Vision International und der cellent AG.