Ostwürttemberg – Region der Zukunftsbranche
für Erneuerbare Energien

Neuer Leitfaden für KMU zum EU-Beihilferecht

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat mit der Veröffentlichung eines Grundlagenbandes eine neue Leitfaden-Reihe zum EU-Beihilfenrecht ins Leben gerufen. Mit der Veröffentlichung eines ersten Vertiefungsbandes zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und den beihilfenrechtlichen Standardinstrumenten wird die Publikationsreihe fortgesetzt. Um einen fairen Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt zu garantieren, sind staatliche Beihilfen nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Der Leitfaden stellt für die Behörden des Landes und die Kommunen vertiefende Informationen für ihre Arbeit bereit. Darüber hinaus ist er aber auch Ratgeber für die Empfänger von staatlichen Leistungen.


Energieeffizientes Ostwürttemberg

Die neu eingerichtete Kompetenzstelle Energieeffizienz Ostwürttemberg (KEFF) zeigt, wie durch effizienten Einsatz von Energie nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden kann. In der Aula der Hochschule Aalen feierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft jetzt den offiziellen KEFF-Startschuss.

„Eigentlich gibt es überall noch Energieeffizienzpotenziale“, sagt Dr. Volker Diffenhard, Teamleiter Ressourceneffizienz der Umwelttechnik BW, beim Auftakt der Kompetenzstelle Energieeffizienz Ostwürttemberg an der Hochschule Aalen. Energieeffizienz sei dabei nicht nur ein reines Umweltthema. „Jede Energieeinsparung steigert auch die Wettbewerbsfähigkeit“, so Diffenhard weiter. Die vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes geförderten Kompetenzstellen für Energieeffizienz vermitteln Unternehmen dafür kostenlos Energieberatungsangebote und unterstützten sie bei der Umsetzung von Effizienzmaßnahmen. Hauptzielgruppen sind kleine und mittlere Unternehmen aus Handel, Industrie, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungen. Um die Firmen gezielt und ganzheitlich beraten zu können, benötigt es auch immer einen „Kümmerer“ vor Ort. Für Ostwürttemberg übernimmt diese Aufgabe Dirk Zoller. Als Effizienzmoderator wird er in den kommenden vier Jahren ein Netzwerk an Energieberatern aufbauen und die Firmen informieren und aktivieren.

Prof. Dr. Martina Hofmann vom Stiftungslehrstuhl für Erneuerbare Energien freut sich über den offiziellen Auftakt der Kompetenzstelle. Die Wissenschaftlerin, die sich vor allem mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz beschäftigt, hat maßgeblichen Anteil daran, dass die regionale Kompetenzstelle für Ostwürttemberg an der Hochschule Aalen angesiedelt wurde. „Die Energieeffizienz ist mein Steckenpferd. Ich freue mich schon sehr darauf, was in den nächsten Jahren hier passiert.“

Hintergrund

  • Mit zwölf regionalen Kompetenzstellen unterstützt KEFF vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei, Energieeffizienzmaßnahmen erfolgreich umzusetzen
  • KEFF ist der Begriff für die regionalen Kompetenzstellen Netzwerk Energie-EFFizienz
  • KEFF ist eine Initiative des Landes Baden-Württemberg
  • In Ostwürttemberg wird KEFF maßgeblich von folgenden Partnern unterstützt: Ostalbkreis, Landkreis Heidenheim, IHK Ostwürttemberg, WiRO (Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Region Ostwürttemberg und EKO (Energie- und Klimaschutzberatung des Ostalbkreises)
Quelle: Hochschule Aalen

Der neue Effizienzmoderator für Ostwürttemberg Dirk Zoller im Gespräch mit Dr. Volker Diffenhard (Umwelttechnik BW) und Landrat Klaus Pavel (von rechts).

Handwerkskammer Ulm: Technologie-Transfer-Managerin sorgt für Innovationskraft im Handwerk

Am Weiterbildungszentrum für innovative Energietechnologien der Handwerkskammer Ulm – kurz WBZU – gibt es nun eine zweite Technologie-Transfer-Managerin. Ulrike Balzow bildet gemeinsam mit Peter Pioch die gemeinsame Technologietransferstelle, die sich um innovative Energietechnologie und Energieeffizienz im Handwerk kümmert. 
„Unsere Aufgabe ist es, den Technologietransfer in den Mittelstand mittels Bildungs- oder Forschungsmaßnahmen zu leisten“, so Balzow. Vor allem der Sektor Energie spielt laut Balzow in der Zukunft auch im Handwerk eine große Rolle: „Der Energiemarkt wird sich weiter verändern. Die Kraft-Wärme-Kopplung oder das Speichern von Energie wird entscheidend für die Energieversorgung unserer Region sein und dem Handwerk neue Geschäftsmodelle ermöglichen.“

Förderprogramm „Azubi im Verbund - Ausbildung teilen“

Betriebe, die nicht in der Lage sind, das gesamte Spektrum der in den Ausbildungsverordnungen vorgeschriebenen fachpraktischen Ausbildungsinhalte abzudecken, können sich mit anderen Betrieben zu einem Verbund zusammenschließen. Das Land Baden-Württemberg fördert deshalb mit dem Programm „Azubi im Verbund - Ausbildung teilen“ die Zusatzkosten der Ausbildung in einem anderen Betrieb. Die Dauer der Ausbildung in diesem Betrieb muss mindestens 20 Wochen betragen. Gefördert werden die Stammbetriebe eines Verbundes mit einem Zuschuss in Höhe von einmalig 2.000 Euro pro Ausbildungsplatz („Prämie“) bzw. 1.000 Euro für Verbundausbildung, wenn der Partnerbetrieb eine Bildungseinrichtung ist. Der Antrag muss spätestens vor Beginn der Ausbildung im durchführenden Betrieb gestellt werden.


Kostenlose Förderdatenbank des Bundes

Mit der Förderdatenbank des Bundes gibt die Bundesregierung einen umfassenden Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der EU. Das Fördergeschehen wird unabhängig von der Förderebene oder dem Fördergeber nach einheitlichen Kriterien und in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst. Sie steht sowohl für Privatpersonen wie z.B. Existenzgründer als auch für Unternehmen und Berater zur Verfügung und richtet sich gleichermaßen an Benutzer ohne wie auch mit Vorkenntnissen.


Neuer Online-Förderberater der L-Bank

Mit dem neuen Online-Förderberater der L-Bank kann geprüft werden, ob ein Projekt (Zielgruppe „Existenzgründer/KMU“) förderfähig ist. Außerdem kann individuell ermittelt werden, welches Förderprogramm zum jeweiligen Vorhaben am besten passt. Kommen mehrere Förderdarlehen dafür infrage, hilft ein Programmvergleichstool dabei, die Unterschiede festzustellen.


Energieatlas Baden-Württemberg veröffentlicht

Seit November 2015 ist ein neues Informationsportal zur Energiewende in Baden-Württemberg verfügbar. Der von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz im Auftrag des Umweltministeriums entwickelte digitale „Energieatlas Baden-Württemberg“ stellt interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten zahlreiche Daten und Karten zu den Themen Wind, Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse, Strom- und Gasnetze sowie Wärmebedarf zur Verfügung. 
Interessierte können sich zum Beispiel über den Stand des Ausbaus von Windkraft-, Photovoltaik- oder Wasserkraftanlagen im Land informieren. Der neu entwickelte integrierte Wärmebedarfsatlas liefert insbesondere Planern und kommunalen Entscheidungsträgern vor Ort einen Eindruck davon, wie viel Wärmeenergie Gemeinden oder Stadteile benötigen. Der Energieatlas Baden-Württemberg wird regelmäßig aktualisiert und kontinuierlich weiterentwickelt.


10 Jahre Bioenergiedörfer - Noch reichlich Potenzial im ländlichen Raum

Baden-Württemberg ist das Bundesland der Energiedörfer. Doch in Sachen Energieautonomie sind nach Ansicht von Experten noch viele Potenziale zu aktivieren. Ziel ist es, vor allem mehr Biogasanlagen für Wärmenutzung aufzurüsten. Dafür legt die Landesregierung noch Ende 2015 ein neues Förderprogramm auf. Außerdem stellt die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe umfangreiche Angebote für Bioenergiedörfer und Kommunen, die es werden wollen, zur Verfügung. Zu den Dienstleistungen zählen unter anderem Wärmebedarfsberechnungen im Versorgungsgebiet, die Erstellung eines Wärmeatlas, die Konzeption eines Nahwärmenetzes oder Wirtschaftlichkeitsberechnungen, in denen alle Investitions-, Betriebs- und Energiekosten berücksichtigt werden.


Hochschule Aalen beteiligt sich an neuem Forschungsverbund

Die Hochschule Aalen vertieft ihre Forschungsaktivitäten für die Energiewende. Das Zentrum für angewandte Forschung (ZFAH) „ENsource“ (Urbane Energiesysteme und Ressourceneffizienz) wird in den kommenden drei Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg gefördert. Prof. Dr. Martina Hofmann vom Studiengang Elektrotechnik und Erneuerbare Energien wird sich mit ihrer umfassenden Fallstudie „Smart Village Rainau“ maßgeblich einbringen.

Zweites Energiesymposium der EurA Consult AG bespricht Ideen zur Umsetzung der Energiewende

Die Energiewende ist voll im Gange. Damit Europa in technologischer und wirtschaftlicher Hinsicht nicht den Anschluss verliert, wird die EU ihre Aktivitäten verstärkt auf die Förderung intelligenter Netze, neuen Speichertechnologien und die Integration von Ein-Komponenten zu ganzen Energieversorgungssystemen setzen. Diese Botschaft überbrachte Prof. Dr. Jean-Marie Bemtgen den über 30 Teilnehmern des Energie-Symposiums, das am 9. September bei der EurA Consult AG in Ellwangen abgehalten wurde.