WiRO bekommt neue Chefin

Nachfolge - Dr. Ursula Bilger geht in den Ruhestand, ihre Nachfolgerin kommt aus dem Nordschwarzwald – und hat reichlich Erfahrung in der Wirtschaftsförderung.

Quelle: Schwäbische Post - Autor: rs - Foto: WiRO

Aalen. Bereits seit einigen Monaten ist klar, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) einen neuen Geschäftsführer sucht. Die aktuelle Chefin, Dr. Ursula Bilger, geht im Frühjahr kommenden Jahres nach fast 23 Jahren im Amt in den Ruhestand. Der Aufsichtsrat der WiRO hat nun vorzeitig die Weichen gestellt – und eine Nachfolgerin benannt.

Nadine Kaiser ist aktuell als Prokuristin bei der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) mit Sitz in Pforzheim tätig, ab dem 1. April 2019 ist sie neue Geschäftsführerin der WiRO. „Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe. Ostwürttemberg ist eine wirtschaftlich prosperierende Region mit tollen Unternehmen und Netzwerken“, sagte Kaiser im Gespräch mit unserer Zeitung.

"Ich freue mich auf die Region Ostwürttemberg."

Nadine Kaiser
designierte WiRO-Geschäftsführerin


Kaiser wurde in Stuttgart geboren und ist in den Landkreisen Böblingen und Calw aufgewachsen. Sie hat Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing-Kommunikation an der Hochschule Pforzheim studiert und im Jahr 2008 als Diplom-Betriebswirtin abgeschlossen. Seit 2009 ist sie in verschiedenen Positionen bei der WFG tätig, unter anderem war sie für neun Monate interimistische Geschäftsführerin. Zudem verantwortet sie im Nordschwarzwald Projekte im Bereich Wirtschaftsförderung und Standortvermarktung sowie das Clustermanagement für das Unternehmensnetzwerk Innonet Kunststoff. „Für mich ist der Schritt zur WiRO der nächste konsequente Schritt. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, betont Kaiser. Sie wolle als neue Geschäftsführerin vor allem Themen der Digitalisierung vorantreiben.

„Mit großer Mehrheit gewählt“


Der Aufsichtsrat der WiRO habe Kaiser am Freitag „mit großer Mehrheit gewählt“, wie Klaus Pavel, Aufsichtsratschef der WiRO und Landrat des Ostalbkreises erklärte. Das Aufsichtsratgremium der WiRO setzt sich zusammen aus Vertretern der Kreistage des Ostalbkreises und des Landkreises Heidenheim, des Regionalverbands Ostwürttemberg, der unterstützenden Institutionen und jeweils einem Vertreter der IHK Ostwürttemberg und der Gewerkschaften. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist Thomas Reinhardt, Landrat des Landkreises Heidenheim.

Die WFG im Nordschwarzwald ist das Pendant zur WiRO in Ostwürttemberg. Aktuell zählen neunzehn Städte, Kommunen, Institutionen und Unternehmen zum Gesellschafterkreis, darunter der Enzkreis, der Landkreis Calw, der Landkreis Freudenstadt, sowie die Städte Pforzheim, Freudenstadt, Horb am Neckar und Nagold.

Die WFG wurde 1996 von den regionalen Entscheidungsträgern gegründet, um „die Kräfte der Region strategisch zu bündeln und als Gesellschafter der regionalen Wirtschaftsförderung den Nordschwarzwald nachhaltig zu stärken“, wie es auf der Webseite der Organisation heißt. Die WFG umfasst 70 Kommunen mit 584.000 Einwohnern und über 30.000 Betrieben.