Ein echter Sobek: Die Laube vor dem Landratsamt

Quelle: Ipf- und Jagst-Zeitung/Aalener Nachrichten - Autor: ard - Foto: Eckard Scheiderer

Aalen. Lange noch vor Fertigstellung des Stadtoval-Stegs oder der Kreisbau-Wohnanlage auf dem Stadtoval ist Aalen sozusagen auf die Schnelle zu einem echten Sobek gekommen: Der aus Aalen stammende Architekt Professor Werner Sobek hat nämlich jene hölzerne Laube entworfen, die seit einigen Tagen an der Stuttgarter Straße vor dem Landratsamt steht. Das schmucke Stück ist der Sonderpreis, den die drei Landkreise Ostalb, Heidenheim und Schwäbisch Hall zusammen mit der Wirtschaftsförderung WiRO mit ihrer gemeinsamen Initiative „Holzkompetenz hoch drei" beim Kommunalwettbewerb HolzProKlima des Landes Baden-Württemberg gewonnen haben. Dabei prämiert das Land vorbildliches Engagement zugunsten des Klimas durch die Verwendung von Holz. ,,Das ist eigentlich kein Buswartehäuschen", sagte Landrat Klaus Pavel, als er am Montag die Laube - auch die Namenskreation ist ein echter Sobek - offiziell präsentierte. Aber zusammen mit der Bushaltestelle vor dem Landratsamt, so Pavel, sei das in der Tat eine gute Kombination. Und der Preis sei durchaus gerechtfertigt, weil der Ostalbkreis beim Bauen auch sehr auf Holz setze, wie Pavel etwa an die neuen Flüchtlingsunterkünfte in Unterkochen erinnerte. Die Laube ist zwei Tonnen schwer, mit fünf Schichten Bootslack gegen die Unbilden des Wetters geschützt und wurde von der Firma Züblin mithilfe eines Fünfaclis-Roboters gebaut. Sie soll nun dauerhaft vor dem Landratsamt stehen bleiben. Bei windig-eisigem Herbstwetter nahmen Pavel, WiRO-Geschäftsführerin Ursula Bilger, der Geschäftsführer von proHolzBW Christoph Jost und die Leiterin des Euro-Points im Landratsamt, Andrea Hahn, schon mal gerne in der schützenden Konstruktion Platz.