WiRO - Garant für Wachstum

Die WiRO - Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH der Region Ostwürttemberg bietet Raum für Talente und Patente. Dr. Ursula Bilger war von Anfang an dabei und hat viel mitgestaltet.

Quelle: Wirtschaft Regional - Autor: glo - Foto: WiRO

Raum für Talente und Patente - das steht stellvertretend für die Arbeit, die die WiRO für die Region Ostwürttemberg leistet. Bei ihrer Aufgabenerfüllung kooperiert die WiRO beispielsweise eng mit dem Regionalverband Ostwürttemberg, den Wirtschaftsorganisationen, den Städten und Gemeinden sowie den Hochschul- und Forschungseinrichtungen der Region zusammen.
Ostwürttemberg ist ein Wirtschaftsraum mit Schwerpunkt im Produzierenden Gewerbe. Hier sind Wachstumsbranchen und Zukunftstechnologien vertreten, die durch Kreativität, Innovation und Leistungsfähigkeit überzeugen.

Frau der ersten Stunde

Von Beginn an ist auch Dr. Ursula Bilger als Geschäftsführerin dabei, sozusagen die Frau der ersten Stunde. In ihrer Zeit hat sie viel bewegt, viel erreicht und schaut zufrieden auf die letzten 23 Jahre zurück. Nächstes Jahr wird sie in den wohlverdienten Ruhestand gehen und ihre Amtsgeschäfte an Nadine Kaiser übergeben, die momentan in der Wirtschaftsförderung im Nordschwarzwald tätig ist. ,,Was ich sehr schätzte und wofür ich dankbar bin ist, dass ich selber mitgestalten konnte, sagt die Geschäftsführerin und betont, dass sie von Anfang an große Unterstützung von allen Seiten bekommen habe. Alles was sie mit ihrem Team geplant und angestoßen habe, hätten die Partner mitgetragen.

Spuren hinterlassen

Wichtig war Ursula Bilger in all den Jahren, die Region sichtbar zu machen, Spuren zu hinterlassen und Ostwürttemberg zu positionieren. Deshalb seien auch die Präsentationen so wichtig gewesen, zu denen die Delegationen seit 1997 aufgebrochen sind, um den Standort und seine Vorteile bekannt zu machen und um gleichzeitig die guten Rahmenbedingungen für zukünftige Arbeitskräfte aus anderen Regionen hervorzuheben.
Im Gespräch erläutert Dr. Bilger, was die WiRO bisher alles geleistet hat und wie die Perspektiven aussehen.

Zukunft bekommt einen Namen

Die erste ZIO, die „Zukunftsinitiative Ostwürttemberg", fand 1995 statt, aus der sich ein Jahr später die WiRO gründete.
Seit dieser Zeit strebt die Organisation unaufhaltsam nach vorne und ist ein wichtiger Ansprechpartner, was das Arbeiten, die wirtschaftliche Entwicklung und die Zusammenarbeit im Netzwerk in der Region betrifft.
Gemeinsame Präsentationen der Wirtschaftsregion stärken den Einfluss der WiRO und unterstreichen die Wichtigkeit, die von hier ausgeht. Viele Meilensteine platzierte die WiRO in den vergangenen Jahren und stellte die Region Ostwürttemberg sowohl in Baden-Württemberg, in Deutschland, in Europa, ja sogar weltweit ins Rampenlicht mit seinen vielen Partnerunternehmen.

Gebündelte Energie

Bereits 1997 präsentierte sich die neue Organisation unter dem Motto „Regionale Initiativen als Wirtschaftskompetenz" in Stuttgart im Haus der Wirtschaft und machte damit deutlich, dass die gebündelten Kräfte von nun an ,,an einem Strang ziehen".
Somit war die selbstbewusste Standortbestimmung in der Region geboren. ,,Visionen verbinden" war das Motto im Jahr 2000 in Berlin. Bereits damals stand der Slogan „Talente und Patente" aus dem Ländle als Überschrift über den Zeitungsartikeln und der „Geheimtipp Ostwürttemberg" mausert sich mit einer Präsentation gemeinsam mit dem damaligen Ministerpräsident Erwin Teufel mit „Starken Marken". Als erste Region Baden-Württembergs präsentierte sich damals die Ostalb in der Hauptstadt-Vertretung in Berlin. Im Dialogforum wurde 2001 deutlich gemacht, dass ein Netzwerk besser und effektiver sei, statt als Einzelkämpfer unterwegs zu sein.
2003 stand die Regionspräsentation mit eigenen Ausstellern und zwölf Ständen bei der Hannover Messe im Kalender der WiRO. ,,Starke Ostalb-Aussteller mit viel Optimismus" hieß es damals in den Presseberichten.
Beim Auftritt 2004 in Brüssel, in der die Region europaweit von sich reden machte, waren über 400 Vertreter aus Wirtschaft und Politik in der Landesvertretung dabei. Reges Netzwerktreffen gab es auf der „Expo Real", seit 2006 jährlich in München, auf Europas größter Gewerbeimmobilienmesse.

Rückblick nach zehn Jahren

Im selben Jahr fand die Zukunftsinitiative „ZIO II", nach zehn Jahren der ersten Veranstaltung dieser Art, unter der Schirmherrschaft vom damaligen Ministerpräsidenten Günther Oettinger statt. Das Motto: ,,Stärken stärken" und die Aussage „Unsere Region ist bärenstark". Bei der Podiumsdiskussion ging es um die Facetten der Zukunftsfähigkeit, die die Infrastruktur sowie die Bildung und Einflussnahme auf das Wirtschaftsgeschehen im Fokus hatte.

Fachkräfteallianz

2012 wurde die Fachkräfteallianz gegründet, die bis heute 75 Projekte beinhaltet. Anschließend, im Jahr 2013, kam die sogenannte „Fachkräftekampagne" dazu, da die WiRO bereits damals erkannte, so Dr. Ursula Bilger, wie wichtig das Marketing diesbezüglich ist.

Talente werden gefördert

Seit 2001 wird der Innovationspreis Ostwürttemberg ausgelobt. Das Motto: ,,Preis für Talente und Patente". Hierfür treten die KSK Ostalb, die KSK Heidenheim, die IHK und die WiRO als Initiatoren auf.
Bisher haben über 800 Teilnehmer daran teilgenommen und über 65 Preisträger konnten unter Beweis stellen, wo Deutschlands Tüftler daheim sind.
,,Existenzgründungen, die gesicherte Nachfolge bestehender Betriebe, Medienkompetenz, die Förderung der regionalen Entwicklung sowie effizientes Standortmarketing werden auch in Zukunft bei der WiRO eine große Rolle spielen", betont Dr. Ursula Bilger.
Und wo geht die Entwicklung hin? Da der Fachkräftemangel auch vor der Region Ostwürttemberg nicht halt macht, haben sich die Wirtschaftsförderer schon früh Gedanken darüber gemacht, wie man dem entgegenwirken kann und gemeinsam mit vielen Partnern, wie schon erwähnt, die Fachkräfteallianz Ostwürttemberg gegründet.

Ausländische Spitzenkräfte

Ein wichtiges Projekt der WiRO mit den Hochschulen in Ostwürttemberg ist, ausländische Studierende mit der Region als möglichen Arbeits- und Lebensraum vertraut zu machen und mit hiesigen Firmen in Kontakt zu bringen.
So kann der Bezug zur Region durch bestehende Netzwerke geknüpft werden und von Beginn an steht das kulturelle Angebot den Studierenden zur Wahl. Dabei sollen die zukünftigen Ingenieure bereits während der Studienzeit Fuß fassen können und durch die Unterstützung der Firmen so die Möglichkeit bekommen, dass die ausgebildeten Fachkräfte später hier auch vor Ort bleiben.
In der Fachkräfteallianz, die parallel ein weiterer wichtiger Faktor ist und in die alle Firmen eingebunden sind und viele Projekte bereits am Laufen sind, können Arbeitnehmer sich qualifizieren und Teilzeitkräfte beispielsweise in eine Vollzeitstelle wechseln.

Fachkräfte sichern

Somit hat die WiRO einen entscheidenden Vorteil in der Region: Verbunden durch ein Netzwerk bietet es in vielen Bereichen der Wirtschaft die Möglichkeit, als Ansprechpartner zu agieren und Ostwürttemberg als Kompetenzstandort zu positionieren. Ebenso den Innovationsstandort stärken und somit für Fachkräfte sichern.
Wichtig ist der WiRO auch die Zusammenarbeit mit den Fachministerien Baden-Württembergs und den landesweiten Initiativen.
Dadurch ist und bleibt der Standort Ostwürttemberg mit seinem vielseitigen Angebot in jeder Hinsicht ein Garant für Qualität und herausragende Zukunftsaussichten.