Unternehmergespräch in den Räumen der Albert Ziegler GmbH

Quelle: Stadt Giengen - Autor: pm - Foto: Firma Ziegler

Der Feuerwehrgerätehersteller ZIEGLER war Ort eines Unternehmergesprächs, zu dem die Stadt Giengen am 5. Juni 2019 um 18 Uhr eingeladen hatte. Das Interesse an der Veranstaltung war groß, zahlreiche Entscheidungsträger der großen Giengener Arbeitgeber hatten die Einladung angenommen. Als Treffpunkt diente der neue ZIEGLER-Fanshop, von dem aus es direkt nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dieter Henle zur Werksführung unter der Leitung von ZIEGLER-COO Sven Kneer ging.

Ein Unternehmensupdate durch ZIEGLER-CFO Bernd Geiselmann gab zunächst Einblick in die aktuelle Situation des Giengener Unternehmens: Seit der Integration in den CIMC-Konzern befinde man sich wieder auf einem guten Weg, so der Finanzverantwortliche. So sei die Zahl der Mitarbeiter um 100 auf 680 am Standort Giengen gestiegen, kürzlich habe man ein neues Werk mit 250 Beschäftigten im kroatischen Kutina eröffnet. Die wieder gute Stimmung im Unternehmen zeigt sich auch im neuen Eingangsportal mit Fanshop: Der Shop ist unter anderem bei Fahrzeugabholungen sehr gefragt.

Nadine Kaiser, neue Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die Region Ostwürttemberg (WiRO), präsentierte die Perspektiven der örtlichen Wirtschaft als Teil der Region. Dabei betonte sie die große Bedeutung des Netzwerkgedankens für die Außenwahrnehmung der Region. „Gerade in Bereichen wie Standortmarketing und Bündelung von Know-How können durch eine regionale Zusammenarbeit enorme Synergieeffekte geschaffen werden. Austausch und Teilhabe bieten am Ende viele Vorteile.“ Die WiRO sieht sich als Kompetenzpartner der Unternehmen in Ostwürttemberg für vielfältige Fragen – von der Gründung über Finanzierung, Fachkräftegewinnung, Entwicklung, Internationalisierung bis hin zu Standortmarketingfragen steht die Gesellschaft als Kontaktlotse bereit.

Im Anschluss präsentierte OB Dieter Henle aktuelle kommunale und wirtschaftspolitische Themen in Giengen. Auch wenn die Lage insgesamt sehr gut aussehe, so der Oberbürgermeister, gebe es Punkte, an denen gearbeitet werden müsse. Dies gelte insbesondere für die Arbeitsmarktzahlen: „Wir brauchen mehr Beschäftigte in Giengen. Ich weiß, dass ich damit bei vielen von Ihnen aufgrund des Fachkräftemangels offene Türen einrenne. Dennoch gibt es zwei wichtige Ansatzpunkte: Punkt eins ist das Thema Qualifizierung, Punkt zwei die Entwicklung unseres Gesamtsystems.“ Er verwies auf aktuelle Daten, nach denen besonders im verarbeitenden Gewerbe viele An- und Ungelernte beschäftigt sind: Bei den Arbeitslosen von Giengen liegt die Zahl der Personen ohne einen beruflichen Abschluss bei 55 %. Im Bereich der Grundsicherung geht die Zahl hoch bis auf knapp 80 %. 18,2 % der Beschäftigten in Giengen sind ebenfalls ohne Ausbildung. Er stellte ein Strategiepapier vor, das die Unternehmen in der Verbesserung dieser Situation unterstützen soll.

Im Blick auf die Gesamtentwicklung hob der Oberbürgermeister auf die Vorteile des Gewerbegebietes Giengener Industriepark A7 für die hiesigen Unternehmen ab. Weitere Punkte waren die Auszeichnung Giengens als Attraktiver Wirtschaftsstandort und positive Kriterien der Stadtentwicklung: neue Baugebiete, die Perspektiven für die Innenstadt, die Schulentwicklungsplanung, Pläne für Freizeit und Tourismus sowie die aktive Bürgergesellschaft: „Es ist dieses „An-einem-Strang-Ziehen“, die enge Zusammenarbeit, die uns in Giengen auszeichnet und in Zukunft noch stärker machen wird!“ Eine Diskussionsrunde zu den Themen lieferte interessante Aspekte; beim darauffolgenden Imbiss und Ausklang diskutierten die Teilnehmer angeregt weiter. Die Veranstaltung endete gegen 21:45 Uhr. Das nächste Unternehmertreffen soll im Herbst stattfinden.