Fachkräftemangel ebbt nicht ab

Wirtschaftsförderungsgesellschaft will Strategie für die Zukunft erarbeiten

Quelle: AN - Autor: pm - Bild: Martin Schutt / DPA

Aalen. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Ostwürttemberg hat zugenommen. Die Corona-Pandemie trifft auch die Unternehmen auf der Ostalb schwer, es mangelt aber auch an Fachkräften. Zurzeit gibt es rein rechnerisch 64 Prozent mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Dies waren zentrale Aussagen von Nadine Kaiser, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft jüngsten virtuellen Sitzung des Bildungs- und Finanzausschusses des Kreistags. Kaiser und Landrat Joachim Bläse kündigten an, dass die Zukunftsinitiative Ostwürttemberg fortgeschrieben wird.

Dabei soll ein gesamtregionaler und strategischer Handlungsrahmens inklusive einer Transformationsstrategie erarbeitet werden. Moderieren wird den Prozess außer der WIiRO die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwürttemberg. Das Ziel sind nach Angaben von Kaiser und Bläse „Projekte und Maßnahmen als strategische Leitplanke“. Die Transformationsstrategie genieße hohe Priorität, denn es sei erklärtes Ziel, sich damit bei der neuen Landesregierung zu positionieren.Zentrale Zukunftsthemen wie „Transformation der Automobilbranche“, „allgemeiner Strukturwandel“, „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“ sollen in der Zukunftsinitiative verstärkt behandelt und konkrete Handlungsansätze ausgearbeitet werden.

Der Unternehmertreff wird laut ‚Kaiser digital fortgeführt und gut angenommen. Im Kreativforum Ostwürttemberg gehe es um Nachhaltigkeit im Produktdesign, bei der Fachkräfteallianz zusammen mit der IHK strebe man eine Bestandsanalyse und einen Beteiligungsprozess zum Start einer Qualifizierungsoffensive in Ostwürttemberg an. Nicht zuletzt sei das Welcome Center gut angelaufen. „Wir sind froh, dass wir dieses Projekt haben.“

Der Strukturwandel mache die Arbeit der WiRO umso wichtiger, stellte Inge Birkhold (CDU) fest, Entscheidend sei auch die Kooperation mit den Wirtschaftsbeauftragten und eine regional abgestimmte Vorgehensweise.

Julia Landgraf-Schmid (Grüne) lobte die Aktivitäten der WiRO auf vielen Kanälen als gut und passend für die Region. Es gehe auch darum die Aktivitäten zu priorisieren und zu bündeln.

Carola Merk-Rudolph erinnerte daran, dass die WiRO 1996 gegründet wurde und dass somit eigentlich eine Torte zum „Silbernen“ fällig wäre. Die Einrichtung sei ein Impulsgeber für die Wirtschaft in Ostwürttemberg. Wichtig sei der Austausch mit den regionalen Akteuren und den Fachministerien.

Landrat Bläse bestätigte, man suche für die Feier des Jubiläums noch dass richtige Forum. Und Nadine Kaiser, die viel Lob für sich und ihr Team einheimsen durfte, versicherte abschließend: „Gehen Sie davon aus, wir werden weiterhin aktiv für Sie und die Region arbeiten.“