Wie Allnatura nachhaltig erfolgreich ist

Wie Allnatura Nachhaltigkeit in einer Branche lebt, in der das eher ungewöhnlich ist: dem Online-Handel.

Quelle: WR - Autor: pm - Bild: WR

Heubach. Nachhaltigkeit - Werbefloskel? Kurzfristiger Hype? Mitnichten! Die Firma Allnatura zeigt, dass eine nachhaltige Ausrichtung des Geschäftsmodells nicht nur ein positives Image, sondern messbare wirtschaftliche Effekte schafft. Einen
Einblick, wie die drei Säulen der Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen des (Online-)Handels Anwendung finden können, gab Christian Kastner, Leiter Marketing & IT von Allnatura, im Rahmen des Unternehmertreffs digital der WiRO. Der in zweiter Generation familiengeführte Fachhändler für natürliches Schlafen und Wohnen war bereits im Online-Handel aktiv, bevor die bis heute wachsende Nachfrage nach digitalen Einkaufsmöglichkeiten einsetzte. Dabei war und ist die Unternehmensphilosophie stets an dem Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet. „Jeder Betrieb — auch außerhalb des Onlinehandels — kann hier aktiv werden“, so Kastner. Vom Firmengebäude über die Materialauswahl bei den Produkten und deren Verpackung bis hin zur Organisation der Versandwege - es gibt eine Vielzahl an Handlungsmaßnahmen, die Firmen umsetzen können, um ihren Betrieb nachhaltiger zu gestalten. So ist der 2017 errichtete Firmensitz in Heubach zu 60 Prozent energieautark. Als Verpackungsmaterial kommt unter anderem Graskarton zum Einsatz. Aus regionalem Anbau wird für dessen Herstellung weniger Energie und Wasser benötigt, als bei herkömmlichen Materialien, zudem sind nahezu keine Chemikalien notwendig. Daneben achtet Allnatura auf eine hohe Recyclingfähigkeit der Produkte. Das Informationsangebot auf der Unternehmenswebsite, regionale Showrooms sowie die kompetente Fachberatung der zertifizierten Mitarbeitenden tragen dazu bei, Retouren und unnötige Versandwege und Materialverbrauch zu reduzieren. Neben der ökonomischen und ökologischen Säule der Nachhaltigkeit misst Allnatura auch dem Bereich Soziales eine
wesentliche Bedeutung bei. Hierzu bieten die Heubacher ihren Mitarbeitenden flexible Arbeitszeitmodelle für gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf und beteiligen sich mit Spenden an Sozialprojekten. „Es findet ein Umdenken bei Verbrauchern und Arbeitnehmern statt. Um als attraktiver Wirtschaftsraum nachhaltig im Standortwettbewerb zu bestehen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Firmen Maßnahmen umsetzen und sich als Arbeitgebermarke positionieren“, so WiRO-Geschäftsführerin Nadine Kaiser.