Die EU fördert auch kleinere Firmen

Ein besonderer „Beschleuniger“ soll Unternehmen mit beträchtlichen Summen unterstützen.

Quelle: GT - Autor: PM - Bild: EurA AG

Ellwangen. Mit dem Förderprogramm „EIC Accelerator“ bietet das Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe derzeit eine neue Förderkulisse für kleine und mittlere Unternehmen an. Ziel ist es, diese Unternehmen bei der Realisierung und Markteinführung innovativer Ideen zu unterstützen. Dabei liegt der Fokus aufdisruptiven Technologien oder Produkten, die einen Markt verändern. Stefan Durm von der EurA AG aus Ellwangen informierte beim WiRO-Unternehmertreff digital über die Bedingungen.

Der Accelerator adressiert Vorhaben, bei denen eine Marktkenntnis sowie ein realisierbarer Demonstrator vorhanden sind. Gefördert werden Arbeitsschritte und Maßnahmen, die dazu führen, die Innovation in den Markt zu bringen. Zudem werden Tätigkeiten zur Entwicklung von Kommerzialisierungs- und Finanzierungsstrategien für eine Markteinführung gefördert - etwa der Aufbau einer Vertriebsstruktur oder die Detaillierung des Business Plans. Gefördert
werden 70 Prozent der Gesamtprojektkosten mit einer Fördersumme von 0,5 bis 2,5 Millionen Euro. Zusätzlich zu einer Förderung können Firmen weitere 0,5 bis 15 Millionen Euro Eigenkapital in Form einer stillen Beteiligung durch die EU beantragen.

„Neu am Antragsverfahren ist ein Motivationsvideo, das mit der Projektskizze eingereicht werden muss“, so Durm. „Die EurA AG erörtert gerne, ob sich das Programm und das dreistufige Antragsverfahren für das geplante Vorhaben eignet.“ Seit 20 Jahren unterstützt und begleitet sie Unternehmen im Innovationsprozess. Als Technologie- und Innovationsberatung liegt ihr Fokus auf kleinen und mittelständischen Firmen. „Die Nachfrage nach Fördermitteln ist im Zuge der Corona-Pandemie gestiegen, denn Firmen, die nachhaltig in Forschung und Entwicklung investieren, gehen gestärkter aus einer Krise hervor“, erklärt Nadine Kaiser, Geschäftsführerin der WiRO.