Das ist Ostwürttemberg in Pecha-Kucha

In einer Online-Pecha-Kucha-Europanacht gab es Vorträge aus der Region.

Quelle: GT - Autor: Sarah Schwellinger - Bild: GT

Aalen. 20 Folien, 20 Sekunden - Pecha-Kucha heißt die aus Japan stammende Präsentationsform von Informationen. Keine leichte Aufgabe für den Redner, aber eine spannende Version, doch einmal seine Region vorzustellen. Mit Ostwürttemberg in der EU präsent sein - Guido Wolf, Landesminister der Justiz und für Europa lud zu einer virtuellen Pecha Kucha Nacht ein.


Zehn Referenten stellten die Region Ostwürttemberg in all ihrer Vielfalt kurz und knackig vor. Sie brachten Erlebnisse und Ideen vor, Wünsche, Hoffnungen und auch Kritik zum Publikum und direkt nach Brüssel: zu Bodo Lehmann, dem Leiter der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU.

„Die Zukunft Europas liegt in den Regionen“, machte Guido Wolf eingangs deutlich. Thomas Maile und Gerburg Maria Müller führten durch den Abend. Nadine Kaiser, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg präsentierte einen Rundumschlag der Vielfalt der Städte, Sehenswürdigkeiten, Geschichte, die großen Wirtschaftssektoren, Hochschulen - und natürlich Briegel. „Seelen sind keine Briegel“, stellte Kaiser gleich lächelnd klar.


Da ging es um. Innovation - wie beim Vortrag von Constance Richter von der Fakultät für Optik und Mechatronik der Hochschule Aalen - eine der führenden auf ihrem Gebiet. „Wir wollen Lösungen und einen offenen Zugang zu Forschungsmaterialien schaffen.“

Von einer ebenfalls innovativen Geschäftsidee berichtete Sandra Jörg, Geschäftsführerin von Blackpin. Einer App, die eine sichere Kommunikation im Geschäftsalltag bietet. „Wir brauchen eine europa-eigene Lösung mit unseren Datenschutzrichtlinien, nicht denen aus China oder den USA.“

Simone Oesterle stellte als Regionalmanagerin die Jagstregion vor, die Teil des Leader-Programms ist.

Andreas Fritz gab als Leiter für Globales Marketing Einblicke in das Schaffen und die weltweiten - ja, weltällweiten - Erfolge der Varta AG. Schließlich waren Batterien des Ellwanger Unternehmens bei der ersten Mondlandung dabei.

Einen Beitrag zu Kunst und Kultur auf der Ostalb steuerten Moritz von Woellwarth, Akademiedirektor Stiftung. Internationale Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg und Florian Hägele, Grafiker und Kulturschaffender, bei. „Wir
sind eine Kulturregion“, machte Hägele deutlich.

Kritik gab’s von Nicole Deufel, der Leiterin der Volkshochschule Aalen. Die VHS ist vor Ort die Institution für Erwachsenenbildung. Doch europaweite Förderprogramme für Teilnehmer seien Mangelware, an EU-Fördergelder zu kommen, schwierig,


Auch Albrecht Barth äppellierte an Brüssel. Der Braumeister und Geschäftsführer der Löwenbrauerei Aalen wünscht sich, dass sich nicht nur die Großkonzerne, die großen Brauereien oder Schlachthöfe durchsetzten, sondern dass regionale Strukturen erhalten bleiben. „Lassen Sie kleine Handwerker, Landwirte und Betriebe nicht im Stich.“