Kirchen & Klöster

Kirche und Kunst gehören eng zusammen. Prächtig ausgestattete Kirchen mit reich verzierten Altären und wertvollen Deckenfresken – die Schwäbische Ostalb hat viel zu bieten. Nachfolgend seien nur einige von vielen wunderschönen Kirchen der Region Ostwürttemberg genannt, die Sehenswertes zu bieten haben:

Galluskirche in Sontheim an der BrenzDie Galluskirche in Sontheim an der Brenzist eine der schwäbischenSchmuckkirchen des Landes. Die Kirche ist im spätromanischen Stil erbaut und besticht sowohl durch ihre klare Architektur als auch durch ihren beeindruckenden Bildschmuck. Die Würfelkapitelle der Säulen sind mit Tier- und Blattornamenten verziert. Die Kirche entstand in ihrer heutigen Form zu Beginn des 8. Jahrhunderts und wurde in den folgenden Jahrhunderten mehrmals erweitert. Vermutlich seit 895 n. Chr. ist der Heilige Gallus der Kirchenpatron der Brenzer Kirche.

Ein Kleinod der Region stellt dieromanische St. Laurentius-Kapelle der Burg Katzenstein bei Dischingen dar. Fresken von unschätzbarem Wert, teilweise aus den Jahren 1250 – 1280, wurden bei Restaurationsarbeiten freigelegt. Der Altarstein trägt die Inschrift 1410.

Die Marienwallfahrtskirche in Aalen-Unterkochen zieht seit Jahrhunderten Pilger an. Die Kirche stammt aus verschiedenen Stilepochen: Der Turm aus der Romanik, der Chor aus der Gotik und das Schiff aus der Barockzeit. Im Hochaltar befindet sich eine lebensgroße Marienstatue, ein Meisterwerk der Ulmer Schule, entstanden um 1496.

In Schwäbisch Gmünd führt ein traditionsreicher Kreuzweg mit Bildstöcken sowie Kapellen mit lebensgroßen Figuren hinauf auf den St. Salvator. Dort befindet sich die St. Salvator Kapelle, die der Kirchenbaumeister Caspar Vogt nach 1617 erbaut hat. Dabei wurden vorhandene Höhlen zu einer Unter- und Oberkapelle ausgebaut, wobei besonders die Oberkapelle, eine aus dem Fels gehauene Ölberggrotte mit einem kostbaren Maria-Schmerzensbild sehenswert sind. Der Aufstieg auf den St. Salvator wird belohnt mit einem herrlichen Ausblick auf die im Tal liegende Stauferstadt Schwäbisch Gmünd sowie die Drei Kaiserberge.

Eine weitere schöne Barockkirche ist die Schlosskirche Abtsgmünd-Hohenstadt mit ihrer spätgotischen Madonna, die 1711 von Chr. Jochum im Stil des vorarlbergischen Barocks vollendet wurde.

Ein reifes Werk der Spätromanik ist die Stiftskirche St. Veit in Ellwangen. Dieser monumentale Bau aus der Stauferzeit gilt als die bedeutendste romanische Gewölbebasilika Schwabens.

Eines der schönsten barocken Bauwerke in Ellwangen ist wohl die Wallfahrtskirche Schönenberg, ein Werk der Vorarlberger Baumeister Michael und Christian Thumb. Die tonnengewölbte Kirche mit Galerie wurde in den Jahren 1682 – 1695 realisiert.

In der barocken Wallfahrtskirche in Stetten ob Lonetal findet sich eine Kopie der schwarzen Madonna von Einsiedeln, dieBarockkirche ist einen Besuch wert.


Suchen Sie Ruhe und Besinnung?
Die Region Ostwürttemberg bietet vielfältige Möglichkeiten zur inneren Einkehr:

Das Kloster der Franziskanerinnen in Schwäbisch Gmünd lädt ein zu Kloster auf Zeit. Im Sommer 2000 wurde das Kloster eingeweiht – ein Haus, das Brücke sein will zwischen Gott und den Menschen.

Stauferkloster LorchDas Kloster Lorch, ein ehemaliges Benediktinerkloster (um 1100), war Hauskloster und Grablege der Staufer. Am Ende der Stauferzeit kam Lorch 1251 zu Württemberg. Im Jahr 2002 konnte das Kloster sein 900-jähriges Jubiläum feiern. In den Seitenschiffen der Kirche informiert eine Dauerausstellung unter anderem über die Baugeschichte der Klosteranlage, das benediktinische Klosterleben, die Reformation in Lorch sowie über die Entdeckung der Klosteranlage  als mittelalterliches Denkmal im 19. Jahrhundert. Eine besondere Attraktion ist das Staufer-Rundbild des Lorcher Malers Hans Kloss im Kapitelsaal, welches die Geschichte der Staufer auf ganz eigene Art und Weise erzählt.

Ein besonderes Kleinod stellt das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Mariä Himmelfahrt in Kirchheim am Ries dar. Die Klosterkirche wurde im frühgotischen Stil erbaut und 1358 vollendet.

Benediktinerabtei NeresheimEine andere herausragende Sehenswürdigkeit in Baden-Württemberg ist das Kloster Neresheim mit seiner Abteikirche.Sie ist das geistliche und architektonische Zentrum der Klosteranlage und als Denkmal und Kulturgut von nationaler sowie europäischer Bedeutung. Der Bau wurde 1750 nach Plänen von Balthasar Neumann begonnen und 1792 vollendet. Die leuchtenden Fresken von Martin Knoller und der Klang der barocken Orgel von Johann Nepomuk Holzhay begeistern regelmäßig zahlreiche Besucher.

Das Klosterhospiz des Klosters Neresheim bietet Interessierten die Möglichkeit, sich aus der Schnelllebigkeit unserer Zeit zurückzuziehen: Möchten Sie zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen, so sind Sie bei Leitung und Mitarbeitern des Klosterhospizes herzlich willkommen. Hier wird Gastfreundschaft im Sinne der benediktinischen Tradition gepflegt.

Sieger Köder - Lehrer, Seelsorger und Künstler. Er ist eine zentrale Figur in der Region Ostwürttemberg und hat eindrucksvolle Werke mit meist christlichen Motiven geschaffen.

Köder’s Motto: die Bilder müssen „sprechen“, wenn sie wirken wollen.

Sein Anliegen: in Bildern predigen. Werke von Köder finden sich in der Kirche St. Stephanus in Wasseralfingen, der Aussegnungshalle in Hüttlingen, der Burg Niederalfingen, der Friedhofskapelle in Ebnat, der Pfarrkirche Mater Dolorosa und dem Gemeindehaus in Rosenberg, dem Jakobushaus und der Jakobuskirche auf dem Hohenberg, der Heilig-Geist-Kirche in Ellwangen, dem Kinderdorf Marienpflege und in der St. Michaels Kapelle.