Holz und Papier

Förderprogramm „Azubi im Verbund - Ausbildung teilen“

Betriebe, die nicht in der Lage sind, das gesamte Spektrum der in den Ausbildungsverordnungen vorgeschriebenen fachpraktischen Ausbildungsinhalte abzudecken, können sich mit anderen Betrieben zu einem Verbund zusammenschließen. Das Land Baden-Württemberg fördert deshalb mit dem Programm „Azubi im Verbund - Ausbildung teilen“ die Zusatzkosten der Ausbildung in einem anderen Betrieb. Die Dauer der Ausbildung in diesem Betrieb muss mindestens 20 Wochen betragen. Gefördert werden die Stammbetriebe eines Verbundes mit einem Zuschuss in Höhe von einmalig 2.000 Euro pro Ausbildungsplatz („Prämie“) bzw. 1.000 Euro für Verbundausbildung, wenn der Partnerbetrieb eine Bildungseinrichtung ist. Der Antrag muss spätestens vor Beginn der Ausbildung im durchführenden Betrieb gestellt werden.


Kostenlose Förderdatenbank des Bundes

Mit der Förderdatenbank des Bundes gibt die Bundesregierung einen umfassenden Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der EU. Das Fördergeschehen wird unabhängig von der Förderebene oder dem Fördergeber nach einheitlichen Kriterien und in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst. Sie steht sowohl für Privatpersonen wie z.B. Existenzgründer als auch für Unternehmen und Berater zur Verfügung und richtet sich gleichermaßen an Benutzer ohne wie auch mit Vorkenntnissen.


Neuer Online-Förderberater der L-Bank

Mit dem neuen Online-Förderberater der L-Bank kann geprüft werden, ob ein Projekt (Zielgruppe „Existenzgründer/KMU“) förderfähig ist. Außerdem kann individuell ermittelt werden, welches Förderprogramm zum jeweiligen Vorhaben am besten passt. Kommen mehrere Förderdarlehen dafür infrage, hilft ein Programmvergleichstool dabei, die Unterschiede festzustellen.


Trend geht zu vielen Geschossen und Roboterfertigung

Am Mittwoch wurde in Kressbronn der Holzbaupreis Baden-Württemberg 2015 verliehen. Mit diesem Wettbewerb werden herausragende Bauten, die unter überwiegender Verwendung von Holz errichtet wurden, ausgezeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zu den Zielen des seit 1979 alle drei Jahre vergebenen Holzbaupreises Baden-Württemberg sagte Schirmherr und Minister für ländlichen Raum, Alexander Bonde (Grüne), dessen Haus zu den Auslobern gehört: "Jedes vierte Gebäude im Land ist ein Holzgebäude - gebaut mit einem oder wertvollsten nachwachsenden Rohstoffe, die wir zur Verfügung haben. Die Verwendung von Holz ist aktiver Klimaschutz."

Wachsende Marktanteile im Holzbau durch innovative Techniken

Der Holzbaupreis ist mit 5000 Euro dotiert, es wurden sechs Arbeiten mit Preisen, sieben mit Anerkennungen und eine mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Zusätzlich vergab die Jury aus Architekten, Ingenieuren, Umwelt- und Forstexperten die Sonderpreise Ingenieurbauwerk, wegweisende Innovation, Naturpark Südschwarzwald, Tanne und Baukultur. Die Preise und Anerkennungen werden den Entwurfsverfassern, Tragwerksplanern und Bauherren gleichermaßen zuerkannt. 
Vielfältige Entwicklungen und innovative Techniken haben dem Holzbau in den vergangenen Jahren wachsende Marktanteile verschafft. Die Resonanz auf den Holzbaupreis 2015 war deshalb mit knapp 160 Bewerbungen nach Angaben eines Sprechers des Ministeriums für den ländlichen Raum (MLR) herausragend. "Die Beteiligung ist auch ein Beleg dafür, dass sich Architekten, Ingenieure, Verbraucher sowie die Kommunen im Land stark mit dem Universalbaustoff Holz identifizieren und aus Überzeugung mit Holz bauen", so der Sprecher.
Die Vielfalt der prämierten Bauten ist groß. Neben Wohngebäuden und Kindertagesstätten sind auch Schul- und Hallenbauten sowie andere Gebäudetypen wie Technikgebäude in Holzbauweise in Baden-Württemberg entstanden. 
Die Besonderheit, die in diesem Jahr einen Preis erhältm steht in Aalen-Waldhausen. Das "K8" ist ein achtgeschossiges Büro- und Verwaltungsgebäude in moderner Holzbauweise - ein Novum im Land. "Dieses Projekt ist Wegbereiter für einen nachhaltigen Hochbau im urbanen Umfeld", so Bonde. Deutschlands erster Holzbau mit acht Vollgeschossenm, dessen tragende Konstruktion aus Massivholz besteht, sei beispielhaft für die Leistungsfähigkeit des modernen Holzbaus. Verbaut wurden 1350 Kubikmeter Holz aus Baden-Württemberg.

Holz aus Laubbäumen als neues Einsatzfeld

Besonderes Augenmerk verdient nach Juryansicht auch der Träger des Sonderpreises "Wegweisende Innovation". Damit wird der Forstpavillon in Schwäbisch Gmünd ausgezeichnet, der laut Jury sinnbildlich für eine neue Epoche im Holzbau steht. Er ist weltweit das erste Gebäude mit einem Tragwerk aus Holz von Laubbäumen, das von Robotern gefertigt wurde. "So sind präzise, materialsparende und hochtragfähige Bauteile entstanden. Dank des Roboter-Einsatzes ist Industrie 4.0 damit im Holzbau bereits Realität", erläutert der Minister. Die vom Plattenskelett des Seeigels inspirierte, bionische Konstruktion wurde in Kooperation mehrerer Institute der Uni Stuttgart entwickelt. 
Der Holzbau verändert sich nach Aussagen von Architekten. Bis in die 1990er-Jahre wurde meist in ländlichen Regionen, allenfalls noch in stadtnahen Randgebieten, mit Holz gebaut. "Aufgrund ihrer spezifischen Fähigkeiten bleibt die Holzbauweise nicht mehr auf Gebäude geringer Höhe beschränkt, sondern gewinnt auch im mehrgeschossigen urbanen Bauen an Bedeutung", erläutert Peter Cheret, Architekt und Professor an der Uni Stuttgart.

Fachkräfteportal Ostwürttemberg

Ostwürttemberg ist ein innovativer Wirtschaftsstandort mit attraktiven Arbeitgebern. Rund 150 davon – Unternehmen, Hochschulen, Institutionen und Kommunen – sind im Fachkräfteportal Ostwürttemberg zu finden. Sie schreiben über 700 unterschiedlichste Stellen für Fachkräfte und darüber hinaus Angebote für Studierende auf ihren Internetseiten aus. Interessierte Fachkräfte können hier nach Kategorien wie Branche oder Unternehmensgröße und auch nach speziellen Stellenbezeichnungen suchen. Firmen können sich mit einem kostenlosen Standard- oder einem preisgünstigen Premium-Eintrag im Portal eintragen lassen und so zielgerichtet ihr Personalmarketing erweitern. 

Neben der Internetseite „Erstaunliches Ostwürttemberg“, die die Region als Lebens- und Arbeitsort vorstellt, sind die Einträge in weitere regionale und landesweite Auftritte wie www.bw-jobs.de, dem Fachkräfteportal Baden-Württemberg, eingebunden und werden auf Hochschul- und Recruitingmessen beworben.


Förderprogramme und Wettbewerbe im Clusterportal Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg, der Bund und die Europäische Union bieten eine Vielzahl an Förderprogrammen, Unterstützungsleistungen und Wettbewerben zu Forschung und Innovation, Internationalisierung, Existenzgründung oder Unternehmenswachstum an. Die wichtigsten davon sind im Clusterportal Baden-Württemberg aufgelistet, mit dem das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg auch über die Cluster-Initiativen im Land und die sonstigen landesweiten Netzwerke informiert.


Förderprogramm Klimaschutz-Plus

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat die nächste Runde im Förderprogramm Klimaschutz-Plus eingeläutet und die aktualisierten Förderbedingungen und Antragsformulare ins Internet eingestellt. Ab sofort können sich Unternehmen, Kommunen, kirchliche Einrichtungen und Vereine wieder um Fördermittel für Investitionen in den Klimaschutz bewerben. Gefördert werden z.B. Investitionen in die energetische Sanierung der Gebäudehülle und der technischen Gebäudeausrüstung, in die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien und in die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung. Auch für Energieberatungen gibt es Zuschüsse. Das Förderprogramm wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) betreut.


Zertifizierung soll Heimvorteil schaffen

Baden-Württemberg gilt als Holzbauregion Nummer eins in Deutschland: Das Land will nun mit einer novellierten Landesbauordnung den Baustoff Holz weiter forcieren. Doch für eine günstige ökologische Bilanz müssen auch die Beschaffungswege stimmen. Klarheit soll die Zertifizierung bringen. 

Deutschland ist der zweitgrößte Schnittholz-Importeur der Welt. Und gleichzeitig der viertgrößte Schnittholz-Exporteur. Diese Bilanz hält die bundesweite Initiative "Holz von Hier" für problematisch. Deswegen setzt sich "Holz von Hier" für eine Förderung von regionalen Stoffkreisläufen ein. Jetzt hat sich die Landesregierung mit einer Novelle der Landesbauordnung dazu entschlossen, ab 2015 die Verwendung von Holz als Baustoff weiter voranzutreiben. Doch damit aus der positiven Ökobilanz von Holz kein Schildbürgerstreich wird, darf das Holz nicht aus Raubbau stammen und am besten auch nicht Tausende von Kilometern zurückgelegt haben, wenn es hier ankommt. Durch die Zertifizierung von Holz ist der entscheidende Weg, um Raubbau zu unterbinden. 

Die beiden bekanntesten forstlichen Zertifizierungssysteme FSC und PEFC  sind allerdings internationale Label und berücksichtigen die Klimabilanz der Holzprodukte nicht. Deshalb hat die Initiative ein neues vergaberechtskonformes Umweltzeichen "Holz von Hier" eingeführt, das nicht nur die Holzherkunft aus heimischen, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, sondern zudem eine optimale Umwelt- und Klimabilanz sichert. "Holz von Hier" hat daher einen Praxisleitfaden "umweltfreundliche, nachhaltige Beschaffung mit Holz" für Architekten und Beschaffer in Kommunen veröffentlicht. Weitere Informationen und der Praxisleitfaden für die Beschaffung von Holz unter:


Regionalstudie Holzkompetenz hoch drei

Hinter dem Namen „Holzkompetenz hoch drei“ verbergen sich die Landkreise Ostalb, Heidenheim und Schwäbisch Hall mit ihrer starken Forst- und Holzwirtschaft. Unter Federführung der regionalen Wirtschaftsförderung WiRO haben sie sich zusammengetan und mit einer aus EU-Mitteln geförderten Studie die regionalen Potenziale der Branche untersucht.

Die Studie gibt Aufschluss darüber, wo die Stärken und Schwächen in der Holz-Region liegen und mit welchen Mitteln man dort die gute Position halten und ausbauen kann. Fast dreißig Experteninterviews und zwei Workshops mit noch mehr Teilnehmern haben die Ersteller der Studie, die renommierte UNIQUE forestry and land use GmbH, durchgeführt, zahlreiche Studien ausgewertet und Analysen gemacht. 

Konkrete Handlungsansätze sieht man darin, die Potenziale der Holzmobilisierung im Kleinprivatwald besser zu nutzen und Anreizsysteme für Kleinprivatwaldbesitzer zu schaffen. Weitere wichtige Felder sind die Verbesserung der Rundholzlogistik, die Eruierung der Mobilisierungschancen für Energie- und Waldrestholz oder die Produktdiversifikation in der Sägeindustrie.

Neben dem kostenlosen Download kann die Studie auch als gedrucktes Exemplar bei der WiRO (Tel. 07171 / 927530, wiro@ostwuerttemberg.de) angefordert werden.