Der Makeathon Ostwürttemberg bringt MINT auf der Landesgartenschau ins Rollen

Ellwangen, 27. September 2026. Drei Tage lang wurde im Kreispavillon auf der Landesgartenschau Ellwangen gebaut, getestet und verbessert: Beim fünften Makeathon Ostwürttemberg entwickelten 19 Jugendliche gemeinsam eine große Kettenreaktionsmaschine. Am Sonntag präsentierten sie das Ergebnis vor Publikum. Besucherinnen und Besucher konnten eigene Bauteile beisteuern und damit selbst Teil der Kettenreaktion werden.

Von Freitag bis Sonntag arbeiteten die Jugendlichen in Teams an einzelnen Abschnitten der Maschine. Zum Einsatz kamen unter anderem Elektroschrott, Karton, Werkzeuge sowie technische Bauteile. Unterstützt wurden die Teilnehmenden von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren. Im Mittelpunkt standen praktisches Arbeiten, kreatives Problemlösen und Teamarbeit.

„Ostwürttemberg ist eine starke MINT-Region. Mit dem Makeathon zeigen wir, wie vielfältig die Angebote in unserer Region sind und wie viel Freude es machen kann, Technik selbst auszuprobieren und eigene Ideen umzusetzen“, sagte Landrat Dr. Joachim Bläse, Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg. „Unser Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen zugleich Einblicke in mögliche Ausbildungs- und Berufsfelder zu geben.“

Die Landesgartenschau bot dafür in diesem Jahr eine besondere Bühne. Erstmals konnten zahlreiche Gäste den Teilnehmenden direkt über die Schulter schauen und selbst mitbauen. Damit wurde MINT nicht nur für Jugendliche, sondern auch für ein breites Publikum unmittelbar erlebbar.

„Die Landesgartenschau beschäftigt sich mit der Frage, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Genau dazu passt der Makeathon: ausprobieren, Ideen entwickeln und gemeinsam neue Lösungen finden“, sagte Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher. „Für einen starken Wirtschaftsstandort ist es wichtig, junge Menschen für technische und naturwissenschaftliche Themen zu interessieren.“

Die Idee für das diesjährige Thema, den Bau einer großen Kettenreaktionsmaschine, kam von Dr. Erika Lahnsteiner, Leiterin des explorhino Schülerlabors und des Schülerforschungszentrums an der Hochschule Aalen. Sie prägte die inhaltliche Konzeption des Makeathons maßgeblich und holte mit Ryan Jenkins von Tinkering Freiburg zusätzliche Expertise für das praktische Tüfteln nach Ellwangen. Gemeinsam mit weiteren Mentorinnen und Mentoren begleitete Jenkins die Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Ideen.

„Beim Tüfteln geht es nicht darum, sofort die perfekte Lösung zu kennen. Entscheidend ist, etwas auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen und gemeinsam weiterzuarbeiten. Genau das war an diesem Wochenende sehr gut zu beobachten“, sagte Jenkins.

Zum Makeathon gehörte neben der technischen Arbeit auch das gemeinsames Wochenende, an dem die Jugendlichen in der Buchenberghalle in Ellwangen übernachteten. Die gemeinsam verbrachte Zeit außerhalb der eigentlichen Tüftelphasen stärkte dabei den Austausch innerhalb der Gruppe.

„Das Projekt fördert nachhaltig soziale Teilhabe, Kreativität und Teamfähigkeit: Die Teilnehmenden gestalten gemeinsam, knüpfen Kontakte zu Gleichgesinnten und wachsen als Gruppe zusammen“, sagte Adrian Schilde, Leiter der Bildungsregion Ostalb. Dieser soziale Aspekt ist neben der Vermittlung technischer Erfahrungen ein wichtiges Ziel des Makeathons.

Der Makeathon ist Teil eines breiten MINT-Angebots in Ostwürttemberg. Mit dem explorhino Schülerlabor der Hochschule Aalen, der ZAK – Zukunftsakademie Heidenheim, der eule gmünder wissenswerkstatt sowie den Bildungsregionen in beiden Landkreisen gibt es in der gesamten Region zahlreiche Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, technische und naturwissenschaftliche Themen praktisch kennenzulernen.

„Der Makeathon macht sichtbar, was unsere MINT-Akteure das ganze Jahr über leisten“, sagte Nadine Kaiser, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungs-gesellschaft Region Ostwürttemberg mbH (WiRO). „Gerade der offene Charakter auf der Landesgartenschau hat viele Menschen neugierig gemacht. So erreichen wir auch Familien und Jugendliche, die bisher noch keinen direkten Kontakt zu unseren Angeboten hatten. Unser besonderer Dank gilt der Stiftung für Bildung und Kultur „Kessler + Co.“, die den Makeathon finanziell unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag zur MINT-Förderung in Ostwürttemberg leistet.“

Hintergrund
Veranstaltet wurde der Makeathon vom explorhino Schülerlabor der Hochschule Aalen, der ZAK – Zukunftsakademie Heidenheim und der eule gmünder wissens-werkstatt in Kooperation mit der BildungsRegion Ostalb – BiRO und der BildungsRegion Heidenheim. Die Koordination lag bei der Wirtschaftsförderungs-gesellschaft Region Ostwürttemberg mbH (WiRO).

Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von der Stiftung für Bildung und Kultur „Kessler + Co.“ in Abtsgmünd. Die Veranstalter danken der Stiftung für ihr Engagement und die Unterstützung des regionalen MINT-Nachwuchses.

Der Makeathon Ostwürttemberg findet jährlich an wechselnden Orten statt.

Pressemitteilung zum Download

Bildunterschrift: Gruppenfoto der Teilnehmenden des Makeathon Ostwürttembergs 2026; Foto: WiRO

Bildunterschrift: 2 Teilnehmer des Makeathon Ostwürttemberg 2026 mit ihrem Bauteil; Foto: explorhino

Bildunterschrift: Teilnehmer des Makeathon Ostwürttemberg 2026 beim Tüfteln; Foto: explorhino

Bildunterschrift: Teilnehmer des Makeathon Ostwürttemberg 2026 beim Tüfteln; Foto: explorhino

Bildunterschrift: Ryan Jenkins mit Teilnehmern des Makeathon Ostwürttemberg 2026 beim Tüfteln; Foto: explorhino

Bildunterschrift: Teilnehmer des Makeathon Ostwürttemberg 2026 mit einem Teil der Kettenreaktionsmaschine; Foto: explorhino

Bildunterschrift: Der Aufbau der Kettenreaktionsmaschine vor dem Landkreispavillon; Foto: explorhino

Bildunterschrift: Teilnehmende des Makeathon Ostwürttemberg 2026 mit der Kettenreaktionsmaschine bei der Eröffnung durch Landrat Dr. Joachim Bläse; Foto: explorhino

Bildunterschrift: Teilnehmer des Makeathon Ostwürttemberg beim Aufbau der Kettenreaktionsmaschine vor dem Landkreispavillon; Foto: WiRO

Bildunterschrift: Landrat Dr. Joachim Bläse (links) und Oberbürgermeister Michael Dambacher (rechts) beim offiziellen Start der Kettenreaktionsmaschine auf der Landesgartenschau Ellwangen; Foto: WiRO