Innovative Gesundheitswirtschaft in Ostwürttemberg: Workshop bringt Vertreter:innen aus der Region zusammen

Schwäbisch Gmünd, 13. Juli 2026 – Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) hat im Rahmen des Förderprojektes Regionale Innovationssysteme Vertreter:innen aus dem Bereich Gesundheitwirtschaft an die Creative Hall Assisted Living nach Schwäbisch Gmünd eingeladen, um sich miteinander auszutauschen, zu vernetzen und über die Zukunft und Innovationen in der Branche zu diskutieren

Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegebereich stellt bereits heute eine große Herausforderung dar und wird sich durch den demografischen Wandel weiter verschärfen. Gleichzeitig bieten Digi-talisierung, Künstliche Intelligenz und intelligente Assistenzsysteme neue Möglichkeiten, Pflegekräfte zu entlasten, Versorgungsprozesse effizienter zu gestalten und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Damit diese Innovationen erfolgreich in die Praxis gelangen, braucht es jedoch eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen, Gesundheitseinrichtungen und regionalen Unterstützungsstrukturen. Genau hier setzte die Veranstaltung zum Thema innovative Gesundheitswirt-schaft und CareTec der WiRO an: Ziel war es, die unterschiedlichen Akteure der regionalen Gesundheitswirtschaft mit Hochschulen und Unternehmen zu vernetzen, den fachlichen Austausch zu fördern und gemeinsam Impulse für Innovationen und Kooperationen in diesem Zukunftsfeld zu entwickeln. CareTec verbindet dabei gesellschaftlich relevante Lösungen mit wirtschaftlichem Potenzial und eröff-net der Region Ostwürttemberg vielfältige Chancen für nachhaltige Wertschöpfung und Innovation.

Zu dem Workshop waren nicht nur Unternehmen aus der Branche eingeladen, sondern auch die Hoch-schulen der Region sowie Akteure der Pflege- und Gesundheitswirtschaft. Dabei bot die Creative Hall Assisted Living (CHAL) den optimalen Hintergrund: Als gemeinsame Initiative der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und der Hochschule Aalen soll der Ort eine Innovationsplattform sein, in der Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis gemeinsam Lösungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter entwickeln. Auch die Duale Hochschule Baden Württemberg Heidenheim ist in die CHAL eingebunden, ein erstes Vernetzungstreffen fand bereits im Mai 2026 statt, um mögliche Kooperationen im Gesundheitsbereich auszuloten.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov, Rektor der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und Nadine Kaiser, Geschäftsführerin der WiRO, bekamen die Teilnehmenden des Workshops zunächst drei spannende Impulse zum Thema Gesundheitswirtschaft geboten. Patrick Eitel, Head of Digital Solutions bei der Paul Hartmann AG, berichtete, wie das Unternehmen Versorgung durch digitale Lösungen sicherer und effizienter macht. Damit hilft das Unternehmen, angesichts des herrschenden Fachkräftemangels ebendiese zu entlasten und ihnen mehr Zeit für ihre Hauptaufgabe zu verschaffen: der Pflege von Patienten. Im Anschluss teilten Prof. Dr Veronika Anselmann vom Institut für Pflegewissenschaft der Pädagogischen Hochschule und Prof. Dr. Sujata Huestegge, Prodekanin des Studienbereichs Gesundheit an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim ihre Perspektive aus der Wissenschaft. Demnach entstehen aktuell viele Innovationen in der Branche, wodurch auch Chancen und Potenziale für die Region Ostwürttemberg entstehen. Eine dieser Innovationen wurde zum Abschluss im Impulsvortrag von Sandra Jörg vorgestellt. Ihr Start-up BLACKPIN bietet eine hochsichere B2B-Messaging-Software an, die auch im Gesundheitswesen angewandt wird. Als Spin-Off hat das Start-up jetzt aber eine smarte Sensor-Bettmatte zur Früherkennung von Dekubitus entwickelt. Mittels KI wird damit das Liegeverhalten von Patienten analysiert, sodass Empfehlungen für Umlagerungen gegeben werden können – was wiederum das Pflegepersonal entlastet.

Im zweiten Teil der Veranstaltung arbeiteten die Teilnehmenden in zwei Workshops der Pädagogischen Hochschule und der WiRO an konkreten Herausforderungen für die Gesundheitswirtschaft in Ostwürttemberg. Dabei zeigte sich, wie entscheidend in Zukunft der Ausbau digitaler Kompetenzen für Beschäftigte der Branche sein wird. Diese und weitere Erkenntnisse sollen im Rahmen des Förderprojektes Regionale Innovationssysteme in einen Aktionsplan einfließen, der als Grundlage für die Profilschärfung des regionalen Innovationssystems der Wirtschaftsregion Ostwürttemberg dienen und passende Projektideen skizzieren soll.

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Info:

Über das Projekt RIS-Koordination: Mit dem Förderprojekt Regionalen Innovationssystem (RIS) bündeln die Landkreise Ostalbkreis und Heidenheim unter Koordination der WiRO ihre Kräfte, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig zu stärken. Ziel ist es, Strategien zusammenzuführen, relevante Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung systematisch zu vernetzen und die Region gezielt auf zukünftige Innovationssanforderungen auszurichten.

 

Pressemitteilung als PDF

Begrüßung durch Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov, Rektor der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und Nadine Kaiser, Geschäftsführerin der WiRO Bildquelle: WiRO

Sandra Jörg von Blackpin stellt die Sensor-Bettmatte zur Früherkennung von Dekubitus vor. Bildquelle: WiRO

In dem von der WiRO moderierten Workshop sammeln die Teilnehmenden Projektideen um Innovationen in der Gesundheitswirtschaft zu stärken. Bildquelle: WiRO