JOB-BUS in Heidenheim: Wenn aus einem Einblick eine Chance wird

Heidenheim, 23. April 2026 – Ein Tag, der Perspektiven verändert: Für 45 Schülerinnen und Schüler der HeidTech sowie des Schulverbunds im Heckental wurde der JOB-BUS Ostwürttemberg zur direkten Brücke in die Berufswelt. Statt klassischer Berufsorientierung im Klassenzimmer ging es dorthin, wo Ausbildung stattfindet – in die Betriebe vor Ort.

Drei Unternehmen im Industriegebiet Stäffeleswiesen in Heidenheim öffneten ihre Türen und gaben authentische Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Bei der Robert Smejkal GmbH & Co. KG lernten die Jugendlichen den Ausbildungsberuf des Flaschners kennen. Die EZ Elektrotechnik GmbH zeigte, was hinter moderner Energie- und Gebäudetechnik steckt. Bei der Südanstrich GmbH drehte sich alles um das Handwerk der Maler und Lackierer.

Statt Theorie im Klassenzimmer standen Gespräche mit Auszubildenden und Ausbildern, Rundgänge durch Werkstätten und echte Einblicke in den Arbeitsalltag auf dem Programm. Genau das macht den Unterschied: Berufsorientierung wird greifbar.

Die Wirkung zeigte sich unmittelbar, denn noch während die Eindrücke frisch waren, entstanden konkrete Perspektiven. So konnte ein Schüler bereits im Anschluss an den Besuch bei der Bauflaschnerei Smejkal einen Praktikumsvertrag abschließen – ein erster Schritt in Richtung berufliche Zukunft.

Organisiert wurde die Fahrt von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Ulm sowie dem Bildungsbüro des Landkreises Heidenheim. Gemeinsam verfolgten die Partner ein klares Ziel: junge Menschen frühzeitig für regionale Unternehmen zu begeistern und dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken.

„Der direkte Austausch und die praktischen Einblicke schaffen Orientierung und eröffnen Chancen, die im Schulalltag so nicht möglich sind“, erklärt Projektleiterin Christina Strobel. „Besonders freut mich, dass direkt im Anschluss ein Praktikum zustande kam. Das zeigt den Erfolg dieses Formats.“

Der JOB-BUS steht beispielhaft für einen neuen Ansatz in der Berufsorientierung und im Bereich Fachkräftesicherung und Standortmarketing: niedrigschwellig, praxisnah und regional vernetzt. Deshalb ist das Format auch Teil des Masterplans 2.0 der Initiative Zukunft Ostwürttemberg. Für die teilnehmenden Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren und potenzielle Fachkräfte frühzeitig kennenzulernen. Für die Jugendlichen wird aus einem Besuch im Betrieb nicht selten mehr – manchmal sogar der erste konkrete Schritt in die eigene berufliche Zukunft.

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Info: Der JOB-BUS Ostwürttemberg ist ein praxisnahes Veranstaltungsformat zur Fachkräftesicherung, initiiert von der WiRO. Schülerinnen, Schüler und weitere Zielgruppen wie Arbeitssuchende oder Berufseinsteigerinnen und -einsteiger besuchen im Rahmen einer organisierten Bustour regionale Unternehmen direkt vor Ort.
Ziel ist es, Arbeitswelten erlebbar zu machen, persönliche Kontakte herzustellen und regionale Ausbildungs- und Karrierechancen greifbar zu präsentieren. Unternehmen können sich als attraktive Arbeitgeber positionieren und aktiv Nachwuchskräfte gewinnen – kostenlos und unkompliziert.
Der JOB-BUS ist Teil der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg und der Zukunftsstrategie der Region.

Pressemitteilung zum Download

Schülerinnen und Schüler konnten bei der Bauflaschnerei Smejkal verschiedene Metalle begutachten und bekamen Einblicke in die speziellen Maschinen.

Ein Schüler testet, wie Trockenbauelemente befestigt werden können.

Gruppenbild der Teilnehmenden und Veranstalter der JOB-BUS Fahrt vom 23.04.2026